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Pinot Noir

gilt allgemein als Pinot-Ursorte und hat weltweite Verbreitung und Bedeutung erlangt. Sie zählt zu den hochwertigsten Rotweinsorten und wird gerne als der König der Rotweine bezeichnet. Die noble Rebe gedeiht am besten in gemäßigten Klima ähnlich dem Burgund. Pinot Noir ist ferner ein wichtiger Verschnittpartner für die Champagner-Erzeugung. Liefert aber auch in Übersee (Oregon, Californien, Neuseeland) unter dem Einfluss kühlender Meeresbrisen Topqualitäten. In Deutschland ist die Sorte als Spätburgunder in allen Weinbaugebieten anzutreffen und liefert auch qualitativ die wertvollsten Rotweine.

Synonyme: Spätburgunder, Pinot Nero, Blauburgunder, …

Pinot Meunier

ist eine Mutation von Pinot Noir und hat seine größte Bedeutung In der Champagne. Dort nimmt sie fast 30% der Rebfläche ein und ist neben Pinot Noir und Chardonnay Bestandteil der Grundweine des Champagners. Die meisten Rebflächen in der Champagne liegen im Tal der Marne. Die Rotweinsorte ist robuster als Pinot Noir, d.h. weniger anfällig gegen echten und falschen Mehltau und zeigt eine bessere Frostresistenz. Die weisswollig behaarte Unterseite der Blätter sieht aus wie von Mehl bestäubt, daher wird Pinot Meunier hierzulande auch gerne als Müllerebe bezeichnet.

Synonyme: Schwarzriesling, Müllerrebe, Miller’s Burgundy, …

Pinot Gris

ist ebenso aus einer Mutation von Pinot Noir entstanden. Der Name Gris deutet auf die Farbe der Beerenhaut. Sie ist hell-rötlich bis rot-grau gefärbt und wird dennoch den Weißweinsorten zugeordnet. In der Bourgogne ist die Rebsorte fast vollkommen verschwunden sind, jedoch in anderen Weinbaugebieten der Welt sehr beliebt. Unter dem italienischen Namen Pinot Grigio machte sie ihren Siegeszug durch Deutschland. Die italienische Variante unterscheidet sich doch durch seine jugendliche, säurebetonten Frische und helle Farbe meist vom vollmundigen, säuremilden und kupfergelben Grauburgunder aus Deutschland. Im Elsass zählt sie zu den noblen Sorten und wird gerne edelsüß als vendange tardive (Spätlese) vinifiziert.

Synonyme: Ruländer, Grauburgunder, Pinot Grigio, Pinot Beurot, Malvoisie (Schweiz), …

Pinot Blanc

ist eine seit dem 14. Jahrhundert bekannte -weußweubsorte und aus einer Mutation von Pinot Noir oder von Pinot Gris entstanden. Wegen der großen Ähnlichkeit mit Chardonnay wurde sie im Weinberg früher nicht von diesem unterschieden und häufig gemeinsam angebaut. Heute ist sie aber nicht zuletzt auch wegen ihrer Ertragssicherheit in vielen Weinregionen verbreitet (z.B. im Elsass, Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol). Im Burgund setzte man jedoch wegen der etwas früheren Reife und geringeren Fäulnisanfälligkeit auf Chardonnay. Im Elsass wird Pinot Blanc vor allem als Grundwein für den Crémant d'Alsace eingesetzt.

Synonyme: Weißer Burgunder, Weißburgunder, Pinot Bianco, Clevner, …

Chardonnay

ist eine natürliche Kreuzung von Heunisch und Pinot. Sie ist eine weltweit verbreitete Sorte mit einem hohen Qualitätspotenzial und Bekanntheitsgrad. Dies ist jedoch nicht allein auf ihre geschmacklichen Qualitäten zurückzuführen, sondern auch auf die gute Anpassungsfähigkeit der Rebsorte. Sie bringt auf unterschiedlichsten Standorten der Welt ansprechende Weinqualitäten. Als Ursprungsgebiet gilt das Burgund, wo es auch ein kleines Dorf namens „Chardonnay“ gibt. Hier entstehen mit die begehrtesten und auch teuersten trockenen Weißweine der Welt.

Synonyme: Morillon (Österreich/Steiermark), Melon blanc, …

Gamay Noir

ist eine Rotweinsorte und entstammt einer natürlichen Kreuzung der Sorten Pinot und Heunisch. Wegen des weißen Fruchtfleisches heißt die Sorte korrekt Gamay noir à jus blanc. Im Burgund liegt der Anteil an Rebflächen bei 10%. Gamay wird hier im Verschnitt mit Pinot Noir als AOC Bourgogne Passetoutgrains oder auch reinsortig als AOC Coteaux Bourguignons abgefüllt, steht aber an der Côte d’Or klar im Schatten des Pinot Noir. Seine eigentliche Heimat hat die relativ empfindliche Rebe südlich des Burgunds im wärmeren Beaujolais gefunden. Hier steht Gamay auf 90% der Rebflächen und zeigt seine besondere Crus-Qualität auf den schiefer- und kalkhaltigen Granitböden im Norden der Region Beaujolais.

Synonyme: Gamay, Game, Bourguignon noir, …

Aligoté

ist eine spontane Kreuzung aus Pinot (wahrscheinlich Pinot Noir) und Heunisch. Die ertragreiche Rebe erbringt säurebetonte Weißweine und steht im Burgund mit 6% an zweiter Stelle der angebauten Weißweintrauben. Eine große Menge fließt in den Crémant de Bourgogne sowie in den Bourgogne Aligoté ein. Hervorragende Qualität erreicht die Traube in der Gemeinde Bouzeron, wo sie eine eigene AOC besitzt. Bourgogne Aligoté-Bouzeron wird zu 100% sortenrein gekeltert. Aus Aligoté und Crème de Cassis (Cassis-Likör) wird zudem der bekannte Kir erzeugt – ein beliebter Aperitif aus Burgund.

Synonyme: Blanc des Troyes, Vert Blanc, Mahranauli (Moldawien), …

Auxerrois

ist eine Weißweinsorte mit Verbreitung und Bedeutung im Elsass und in Baden, Pfalz sowie an der Obermosel/Luxemburg und in der Schweiz. Die Sorte entstand aus einer natürlichen Kreuzung von Heunisch und Pinot. Der Wein erinnert an schlanke Weißburgunder, ist jedoch säureärmer, hat aber dafür etwas mehr an Würze (Kräuter, Honig). Der Name Auxerrois wurde regional aber auch für andere weiße Sorten wie Pinot Blanc, Pinot Gris und Chardonnay verwendet. Zudem wird in Südfrankreich (Cahors, Malbec) die rote Sorte Cot häufig als Auxerrois bezeichnet, ist aber nicht mit dem weißen Auxerrois aus Burgungd verwandt.

Synonyme: Weißer Auxerrois, Pinot Auxerrois, Blanc de Kienzheim, …

Melon de Bourgogne

ist eine natürliche Kreuzung der Sorten Pinot Blanc und Heunisch. Die alte burgundische Weißweinsorte ist in ihrem Herkunftsgebiet kaum noch anzutreffen. Jedoch wird sie im westlichen Teil der Loire im französischen Département Loire-Atlantique unter dem Namen Muscadet auf über 13.000ha angebaut. Unter der AOC Muscadet-Sèvre et Maine auf der linken Seite am Unterlauf der Loire wachsen auf Tonböden (Vallet), sowie Schiefer- und Granithängen (St-Fiacre) die besten Weine. Traditionell werden hier die Trauben für längere Zeit „sur lie“ („auf der Hefe“) ausgebaut und als klassischer Begleiter zu Austern serviert.

Synonyme: Muscadet, Plant de Bourgogne, Blanc de Nantes, …

Sauvignon Blanc

ist eigentlich keine Burgundersorte, sondern entstammt einer natürlichen Kreuzung von Savagnin Blanc (= Traminer) und Chenin Blanc. Die Rebsorte gehört zu den global Playern der weißen Qualitätssorten. Ihre Heimat ist das französische Loiretal. Sancerre und Pouilly-Fumé sind die großen Bekannten, außerdem Bordeaux, Neuseeland, Chile, Südafrika, Kalifornien (Fumé Blanc), Steiermark u.v.m. Sauvignon Blanc ist jedoch im Auxerrois (nordwestliches Burgund) zugelassen und ergibt unter der Appellation Saint-Bris (= Village) einen schlanken, aromatischen Weißwein.

Sankt Laurent

ist höchstwahrscheinlich ein direkter Pinot-Nachkomme. Die Sorte wurde aus Frankreich über Deutschland nach Österreich gebracht, wo sie Mitte des 19. Jahrhunderts kultiviert wurde und bis heute noch relativ häufig vorkommt (ca. 750ha). Sie war auch Kreuzungspartner verschiedener Neuzüchtungen unter anderem für Zweigelt. Sankt Laurent erbringt samtige Rotweine mit mittlerem Tanningehalt und Aromen von (Weichsel-)Kirsche und Preiselbeeren. In Deutschland gibt es ca. 700ha, in Tschechien noch über 1.000ha.

Frühburgunder

ist durch natürliche Mutation aus Spätburgunder (Pinot Noir) entstanden und hat praktisch nur in Deutschland Bedeutung (gesamt ca. 250ha hauptsächlich verteilt auf die Regionen Ahr, Pfalz, Rheinhessen, Franken). Der Frühburgunder reift ca. zwei Wochen früher als der Spätburgunder (daher die Namensgebung). Die dickschaligen Beeren sind kleiner als die des Spätburgunders und bringen extraktreiche, fruchtige Rotweine jedoch mit geringeren Erträgen und weniger Lagerfähigkeit als sein großer Bruder.

Sacy

ist nach einer Gemeinde in der Champagne benannt und eine spontane Kreuzung aus Pinot (genau Sorte unbekannt) und Heunisch. Die eher frühreifende Weißweinsorte wird vor allem im französischen Département Yonne (nordwestliches Burgund, ca. 65ha Rebfläche) angebaut und erbringt säurebetonte Weißweine mit niedrigem Alkoholgehalt und heller Farbe. Sie ist für Crémant de Bourgogne zugelassen und wird auch unter dem Namen Tressalier im Département Allier angebaut und unter der Appellation Saint-Pourçain abgefüllt.

César

ist eine autochthone Rotweinsorte aus dem Norden Burgunds und stammt aus einer natürlichen Kreuzung zwischen Pinot und Argant (Gänsfüßer). César bringt tanninreiche Rotweine mit kräftiger Farbe und einem Aroma von roten Früchten. Sie wird im burgundischen Département Yonne auf 11ha angebaut und unter der Appellation Irancy (Appeallation Village) meistens im Verschnitt mit Pinot Noir abgefüllt.

Tressot (Noir)

diese alte und sehr ertragreiche Rotwein-Sorte gibt es wahrscheinlich bereits seit dem 15. Jahrhundert im heutigen Département Yonne, wird aber heute nur noch in Kleinstmengen angebaut (0,4ha Rebfläche). Sie gehört immer noch zu den zugelassenen Sorten in der regionalen AOC Bourgogne und sorgt für eine dunkle Farbe, Tannine und Säure. Ihre genaue Abstammung ist noch nicht vollständig entschlüsselt.

Pinot Liébault

ist eine Mutation des Pinot Noir. Sie wurde im Weinbaugebiet Burgund in Gevrey-Chambertin in der Parzelle Les Charmes im 19. Jahrhundert entdeckt. Die Sorte ist im Burgund in nahezu allen Appellationen zugelassen, taucht jedoch in Statistiken kaum noch auf.

Genießen Sie die Vielfalt der Burgundersorten!


Literatur/Quellen – Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon (3. Auflage, 2007, Gräfe und Unzer); Dagmar Ehrlich: Das Rebsorten ABC (1. Auflage, 2011, Gräfe und Unzer); https://www.bourgogne-wines.com/; https://glossar.wein.plus/;